Date
Thursday | 30.08.18  
Past Show
Show Time
20:00   (Door 19:30)
Price
8,00
GENRES
Venue
Art Stalker | Kaiser-Friedrich-Straße 67, 10627
 

Rolling Stone, Issue 286 August 2018 (Germany, Austria, Switzerland) Band: Wayne Graham Album: “Joy” Review: ????

“This is an album that has truly earned the title ‘Americana’. Brothers Kenny and Hayden Miles’ alias Wayne Graham dives into folk and country traditions without any soppiness. However, in pondering reflections like the laconically meandering ‘White Rose’ they don’t seem like purists – they have no need to be shy in comparison to their idols Gram Parsons or Wilco. There is no lavish orchestration in Wayne Graham songs. They rather try their hands on understatement in the manner of J.J. Cale, always in search of the scattered idyll, like in the title song ‘Joy!’ without pattering out one song after the other in Salvation Army abundance à la Felice Brothers. ‘Bloody Montana’ sounds a little like the fragile ballads of The Band, ‘My Tomb’ bears resemblances to Jackson Browne’s ‘Running on Empty.’”

Wayne Graham ist die Band zweier Brüder. Sie heißen Kenny und Hayden Miles und stammen aus Whitesburg, einem ehemaligen Bergbaustädtchen im Südosten von Kentucky. Im Herbst 2016 ist „Mexico“ erschienen, ihre erste europäische Release, bereits
ihr viertes Album insgesamt. Über den nun erscheinenden Nachfolger “Joy!” will man eigentlich gar nicht so viele Worte verlieren. Jeder, der “Mexico” gehört hat, weiß wie großartig diese Band ist. Dass das noch viel zu wenige Menschen waren, ist auch
offensichtlich.

„…traditionell zurückhaltend und bodenständig instrumentiert, aber dennoch so smart, schlank und gut geschrieben, dass Wilco, Sparklehorse und der Gottvater Gram Parsons als Referenzen herhalten müssen. […] Diese Empfehlung ist zwingend.““ (INTRO (10/16)) “Modern Appalachian music at its best. A huge album that insists on careful appreciation.”
Americana UK (9 out of 10): „Ein Country-Sound, der klassisch und zugleich progressiv klingt, in jedem Fall aber betörend” (Jan Freitag – Freitagsmedien) “Joy!“ knüpft genau dort an. Die beiden schreiben fantastische Songs, teilweise ganz wortwörtlich über Nacht, an denen andere monatelang feilen müssten. Sie sind virtuose Musiker und clevere Produzenten ihrer selbst, aber sie bleiben dabei stets sachlich, fast nüchtern. Eine Doktrin, die wohl einerseits auf ihre Helden zurückgeht – Leute wie J.J. Cale oder der auf dem Album zitierte, jüngst verstorbene Don Williams, vor allem aber John
Prine, der – genau wie Sänger Kenny Miles – vor seiner Musikkarriere als Postbote im ländlichen Kentucky unterwegs war. Andererseits liegt jene höfliche Dezenz ganz sicher auch in ihrer Erziehung begründet. Die beiden sind in einer ebenso gläubigen wie musik-begeisterten Familie aufgewachsen. Ihr Vater hat einst in ihrer Heimatstadt eine Kirche gegründet in der die beiden Brüder – damals gerade acht und 13 Jahre alt – ihn regelmäßig
bei Gottesdiensten an Schlagzeug und Bass begleiten.

Nichtsdestotrotz erweitert das neue Album ihre Farbpalette um ein gutes Stück. Der Opener „On My Throne“ rollt überraschend bluesig und bitter politsch aus Lautsprechern (“I’m better off than I deserve | I’m full of war but I never had to serve”) und auch das treibende,
textlich so schön verrätselte „White Rose“ hat man so nicht kommen sehen. „Mit „Toyman“ findet sich ein erstes Instrumentalstück, das das Album in zwei Hälften unterteilt.

Fragt man Sänger Kenny nach ihrer Herangehensweise an das neue Album bekommt man eine Antwort, die den Songs darauf nicht unähnlich ist – Understatement und doch nie ohne Poesie:
„I think the only boundaries that ended up being pushed were our vulnerabilities. It is a somewhat bare record, musically and lyrically. […] Although we don’t set out to give voice to an otherwise inexplicable aspect of being alive at this time in history, the songs end up serving that purpose for me. They are memos to myself for later, documenting what it felt like to persist and move forward.”

Wayne Graham “Mexico” (K & F Records, 2016)

Well, the Rolling Stone Germany critics like it…

Posted by Wayne Graham on Thursday, July 26, 2018