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Heute berufen sich Techno-Musiker und Elektronik-Avantgardisten von Detroit bis Tokio auf die hypnotischen Klangexperimente von Roedelius. Maßgeblichen Einfluss hatte er schon auf die britische Popszene der 1970er Jahre um David Bowie und Brian Eno, der Harmonia damals als „wichtigste Rockband der Welt“ bezeichnete. Bis heute arbeitet Roedelius an zahlreichen Band- und Soloprojekten.
Zuletzt veröffentlichte er 2013 das Album „Tiden“, produziert mit Stefan Schneider von To Rococo Rot. Über die Musik hinaus kann Roedelius auf ein bewegtes Leben zurückblicken: So saß er als Republikflüchtling im berüchtigten DDR-Gefängnis Bautzen ein, arbeitete als ausgebildeter Physiotherapeut in den 1960er Jahren als Prominentenmasseur und gründete eine Nudistenkolonie auf Korsika.
Nun kommt der großartige Roedelius für eine Erstvorstellung seiner bisher öffentlich ungehörten Schätze nach Berlin.
Im Auster Club wird er seine eigenen Stücke bzw. die in der Zusammenarbeit mit Koryphaen der zeitgenössischen Dance-und Technomusik, wie etwa mit „Gotan“ Mastermind Christoph H.Mueller aus Frankreich, dem Griechen Nikos Arvanitis, dem Briten Brian Eno, dem US-Amerikaner Tim Story (einst für einen Grammy nominiert) dem Deutschen Stefan Schneider („torococorot“) „Kreidler“ etc. und „Seltsames“ von Cluster mit Dieter Moebius präsentieren.
Eine Uraufführung der besonderen Art, die wohl bisher kaum jemand in einem solchen Kontext gehört hat.